Für veranstalter

Marktstand in Burghausen

Unser mittelalterliches Zelt besteht aus, geschwärzten Holzstangen und beigem Baumwollstoff mit schwarzen Zatteln und hat folgende Abmessungen:

  • Länge 6m
  • Tiefe 3m (mit Dachüberstand 3,50m)
  • Höhe 3,50mSpieltisch
  • Auf Wunsch stellen wir sehr gerne einen Spieltisch mit zwei Bänken auf. Der zusätzliche Platzbedarf beträgt 2m in der Länge.
  • Von Strom und Wasser sind wir nicht abhängig, freuen uns aber trotzdem über 1KW für unseren Wasserkocher.
  • Am Abend sind Kerzen und Laternen unsere Lichtquellen.

 

Warensortiment

In unserem mittelalterlichen Zelt halten wir folgende Waren wohlfeil.

Mittelalterliche Brett -, Würfel -, Karten – und Geschicklichkeitsspiele z.B. ein Schachspiel ( Handarbeit ) aus dem 12,Jhd. Das Trichterspiel ( Handarbeit nach einem Holzschnitt aus dem 16.Jhd.), das Böckelspiel ( Handarbeit. nach einem Original aus dem bayerischen Nationalmuseum), Würfel aus Knochen, Horn, Buchsbaumholz, Glas, Edelstein und Bernstein,
Menschleinwürfel aus Silber, Bronze und Knochen ( das sind naturalistische, hockende Menschenfiguren, mit Würfelpunkten, wie sie im 15./16.Jhd. in Mode kamen, nach originalen aus dem bayerischen Nationalmuseum),  das Lieblingsspiel von Heinrich dem III. von Frankreich der Bilboqet, mittelalterliche Glücksbringer, Bisamäpfel, Paternosterketten, Amulette, Talismane, Runensteine, Halsketten und Anhänger, aus Knochen, Silber und Edelstein,(selbstverständlich mit Erklärung und Beschreibung)

Als außergewöhnliche Besonderheit bieten wir Faksimile Kartenspiele ab dem 14.Jhd. an.
Darunter so berühmte Spiele wie, das Stuttgarter Spiel ( gilt als das älteste Kartenspiel Europas ) das Ambrasser Hofämterspiel und das Ambrasser Hofjagdspiel aus dem kunsthistorischem Museum in Wien, das Flötner`sche Kartenspiel aus dem germanischen Nationalmuseum, Faksimile Spielkarten aus der Schweiz ab dem 15.Jhd., deutsche und französische Renaissancekarten von 1588 Jhd. die ältesten Tarots der Welt ab 1430 Jhd und Karnöffelkarten.

Wir zeigen den Beruf des Paternosterers
( Hersteller von historischen Paternosterketten -Rosenkränze )
und bieten ganztägig Kinderanimation ( Würfelturm )

Selbstverständlich sind wir von den Schnabelschuhen über die Beinlinge (keine Strumpfhosen) bis zur Gugel historisch gewandet.

Für eventuelle Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen.

Reinhard Winkler

(Der Glückshändler)

Paternosterketten

PaternosterkettenPaternoster- HexenketteAls Paternoster-Schnur oder Kette bezeichnet man den Vorläufer des im Spätmittelalter entstandenen Rosenkranzes. Der Name leitet sich von Paternoster („Vater Unser“) ab. Bereits im frühen Mittelalter, benutzte man Knotenschnüre als Zählhilfe für die als besondere Frömmigkeitsübung geltenden Gebetswiderholungen. Eine Paternosterkette bestand aus 10 (Zehner), 20 (Zwanziger), 50 (Ave Fünziger) und 150 (Ave Psalter nach den 150 Psalmen) Perlen aus Holz, Knochen, Glas, Bernstein, Frucht- und Samenkernen, Koralle und anderen Edelsteinen. Die offenen Paternoster (Zehner und Zwanziger) hatten als Abschluss meist eine Quaste. Die geschlossenen Paternoster konnten von einer großen Perle oder Quaste bis zum Bisamapfel die verschiedensten Einhänger haben. War die Paternosterkette bis ins 13.Jhd. ein Zeichen der Frömmigkeit verkam es später zu einem Statussymbol. Wer es sich leisten konnte trug Paternosterketten aus edlen Steinen, Gold und Silber offen zur Schau.

Die von uns angebotenen Paternosterketten wurden, in Anlehnung an Abbildungen in Gemälden, Fund- und Ausstellungsstücken in Museen, oder nach Kundenwünschen, angefertigt.

Bisamäpfel

Bisamäpfel gemischtBisamapfelBisam ist die Bezeichnung für einen sehr intensiven Geruchsstoff (Ambra, Zimt oder Moschus) der in meist kugelförmigen Behältern ( Bisamäpfel) aufbewahrt wurde. Mit den Kreuzzügen kamen auch Duftstoffe nach Europa. Die erste Erwähnung im europäischen Kulturkreis fanden Duftäpfel 1174, als die Gesandten Balduins IV. Friedrich I. goldene, mit Moschus gefüllte Äpfel überreichten. Arme wie auch Reiche Leute konnten einen Bisamapfel bei sich tragen. Er wurde an eine Kette um den Hals getragen, in Rosenkränze eingearbeitet, am Gürtel oder an einer kurzen Kette am Finger getragen und an die Nase gehalten um Krankheiten entgegen zuwirken. Bisamäpfel gab es in den verschiedensten Formen und mit bis zu acht Unterteilungen. Sie wurden, auch als Schmuck und Statussymbol bis ins 17.Jhd. getragen.